Blumenlexikon

Blumen und Fachbegriffe von A-Z

Blumen sind in der Natur Nahrungsquelle und Schutz für diverse Tiere; uns Menschen dienen sie als optisches Highlight und als nette Geste. So vielfältig die Farbenpracht ist, so groß ist aber auch die Anzahl an verschiedenen Arten. Jede Art unterscheidet sich dabei sowohl in der Optik, als auch in der richtigen Haltung und Pflege. Je nach Gattung gibt es Unterschiede im Aufbau, bei den Erkennungsmerkmalen und den Pflegebedürfnissen.

Blumenlexikon
Eine schöne Blume mit gelben Hintergrund. | Urhebervermerk: © panthermedia.net / Stefan Matthäus

Ohne richtige Haltung, abgestimmt auf die Gattung, ist eine lange Lebensdauer nicht gewährleistet. Das Blumenlexikon bietet eine Übersicht an den wichtigsten Begriffen, Arten, Tipps und Tricks rund um die Welt der Blumen – Beginnend von A wie Ableger, bis Z wie Zimmerlinde. Neben den wichtigsten Arten und der richtigen Pflege bietet das Blumenlexikon ebenso Informationen über die richtige Bewässerung und auch über die natürliche Schädlingsbekämpfung.

Ableger

Einige Blumenpflanzen bilden Ableger, kleine bewurzelte Tochterpflanzen an der Basis der Pflanze. Die Ableger können vorsichtig samt Wurzeln abgenommen werden. Sind die Wurzeln sehr zart, empfiehlt es sich, die neuen Pflänzchen zunächst in einem Gefäß aufzuziehen, bevor man sie am endgültigen Standort einpflanzt.

Bewässern

Da nur über die Wurzelspitzen Wasser aufgenommen wird, ist es wichtig, so viel zu gießen, dass auch die seitlich liegenden Wurzelspitzen ausreichend versorgt werden.Üblicherweise erkennt man Wassermangel daran, dass die Blumen die Blätter oder Blüten hängen lassen. Dann ist es höchste Zeit zu bewässern. Manche blühenden Blumen vertragen es schlecht, wenn sie zu oft gegossen werden. Damit wird der Pilzbefall gefördert.

Calla palustris

Die Calla palustris wird umgangssprachlich gerne als Sumpfcalla oder als Schlangenwurz bezeichnet. Sie gehört zur Familie der Aronstabgewächse und zur Unterfamilie der Calloideae. Eine kräftige, grüne Pflanze, die von Mai bis Juni blüht. Da die Blätter als auch die Blüten giftig sind, sollte bei Kindern und Haustieren auf diese Blume verzichtet werden. Beim Pflanzen oder umtopfen sollten Handschuhe getragen werden.

Dünger

Um richtig gut zu gedeihen, brauchen Blumen den richtigen Mix an Nährstoffen. Das sind vor allem Phosphor, Stickstoff und Kalium. Dazu kommen Spurenelemente wie Eisen, Mangan, Zink, Bor und Molybdän. Stickstoff fördert das Wachstum, insbesondere das der Blätter. Bei Stickstoffmangel funktioniert die Photosynthese nicht richtig. Dadurch bleiben die Blätter klein und blass bis gelblich.

Kalium reguliert den Wasserhaushalt der Blume. Es sorgt für stabiles Gewebe. Phosphor ist wichtig für den Eiweißhaushalt. Pflanzen benötigen Eiweiß zum Aufbau neuer Zellen sowie zur Blütenbildung. Deshalb wird Phosphor vor allem für blühende und fruchtende Pflanzen verwendet.

Dahlien

Dahlien gehören zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zur Unterfamilie der Asteroideae. Wenn die Sommerblumen schon verblüht sind, dann tauchen die Dahlien den Garten, den Balkon oder die Terrasse in ein prächtiges Feuerwerk an Farben. Dahlien gibt es in mehreren hundert verschiedenen Arten mit unterschiedlichsten Farben. Dahlien stammen ursprünglich aus Mexiko, mögen warmes Klima und sind sehr frostempfindlich.

Estragon

Estragon ist ein sehr feines Gewürz mit langer Tradition. Der zarte Geschmack verträgt sich gut mit hellen Fleisch und Fisch. Estragon ist eine mehrjährige Pflanze, also winterfest und ziemlich robust. Er ist relativ einfach zu kultivieren. Der Standort sollte sonnig und nicht zu feucht sein. Am besten kauft man Estragon im Blumentopf, wo er auch einige Jahre verbleiben kann. Dann sollte umgetopft werden.

Freesien

Freesien gehören zur Familie der Schwertliliengewächse und zur Unterfamilie der Crocoideae. Sie lieben die Sonne und können bis 40 Zentimeter hoch werden. Im Sommer können die Blumentöpfe auf dem Balkon oder auf der Terrasse stehen, über die Wintermonate müssen die Blumen aber im Innenbereich bei Zimmertemperatur überwintern.

Gladiolen

Gladiolen zählen zur Familie der Schwertliliengewächse, Unterfamilie Ixioideae. Gladiolen lieben es sonnig und verlangen einen schwach sauren, gut durchlässigen Boden. Schattige und nasse Standorte hingegen sind diesen prachtvollen Sommerblühern, deren Heimat Südafrika ist, äußerst unangenehm.

Hortensie

Der botanische Name der Hortensie, Hydrangea, bedeutet im Griechischen so viel wie Wassergefäß, da Hortensien viel Wasser brauchen. Sonst lassen sie schnell die Blätter hängen und die Blüten welken vorzeitig. Trotz des hohen Wasserbedarf vertragen sie keine Staunässe. Ein halbschattiger bis schattiger Standort ist ideal.

Iris

Die Iris zählt zu der Familie der Schwertliliengewächse, die Unterfamilie wird als Iridoideae bezeichnet. Die Iris kann als Beetblume verwendet werden, wird aber auch sehr gerne in Kombination mit anderen Blumen zu bunten Blumensträußen gebunden.

Jasmin

Jasmin gehört zur Familie der Oleaceae (Ölbaumgewächse). Die Blume ist sehr anspruchslos, nur Wasser braucht sie viel. Ein zarter Duft strömt durch den ganzen Raum, wenn ein Jasmin auf der Fensterbank steht. Jasminum officinale hat viele kleine weiße Blüten, aus denen das wertvolle Öl zur Parfumherstellung gewonnen wird. Die ursprüngliche Heimat der Blume ist das tropische Gebiet Afrikas, Australiens und Asiens. Rund 300 verschiedne Arten sind bekannt.

Knollenpflanzen

Knollenpflanzen bieten unkomplizierte Blütenvielfalt, die jeden Garten oder jede Fensterbank in einen bunten Farbtraum verwandeln. Im Frühling senden Schneeglöckchen oder Krokusse,die zu den Knollenpflanzen zählen, erste zarte Frühlingsgrüße, im Herbst leuchtet die Farbenpracht der Dahlien. Von klein und zart bis üppig-großzügig, von elegant einfarbig bis leuchtend bunt gibt es sie mit unterschiedlichsten Wuchsformen und Wuchsgrößen und in allen Farben des Regenbogens.

Krokus

Krokusse gehören zur Familie der Schwertliliengewächse. Je nach Blütezeit werden die Knollen im Spätsommer oder im Herbst gepflanzt. Krokusse sind recht anspruchslose Blumen, die auch auf sehr kargen Böden gut gedeihen. Krokusse blühen in den Farben Weiß, Gelb, in einem intensiven Blau bis hin zu einem kräftigen Lila. Krokusse bieten die erste Nahrung für Hummeln und Bienen.

Lavendel

Lavendel wird bereits seit dem späten Mittelalter gezielt angebaut und gezüchtet. Vom Echten Lavedel ( Lavandula abgustifolia) über den frostempfindlicheren Speik-Lavendel ( Lavendula latifolia) und den ebenfalls wärmeliebenden, aber wunderschön silber-glänzenden Woll-Lavendel ( Lavendula lanata) bis zum Schopf-Lavendel (Lavendula stoechas) mit seinem auffälligen violetten Hochblättern. Lavendel sieht nicht nur schön aus und verströmt einen wohlriechenden Duft, Lavendel wird als Badezusatz, Mottenschutz und in der Küche verwendet. Lavendelöl oder Lavendelsalz geben den Speisen einen mediterranen Geschmack.

Minze

Wer gerne in den Alpen wandern geht, kennt sie gut: An Waldesrändern ist Minze ebenso zu finden wie an den Übergängen zu Heiden und Mooren. Denn Minze liebt eher schweren, feuchten Boden. Auf heißen, trockenen Plätzen wächst Minze nicht besonders gut. Hat man aber ein schattiges, feuchtes Eckchen, wo vielleicht sonst nichts recht gedeihen will, so kann man dort Minze anbauen. Von den vielen verschiedenen Minzarten sind die bekanntesten die Pfefferminze, die Apfelminze und die Orangenminze.

Narzisse

Die Narzisse gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und zur Unterfamilie der Amaryllidoideae. Die gelb leuchtenden Ostergloclen sind anspruchslos, sie gedeihen fast überall. Die wild wachsenden Verwandten findet man auf sauren Wiesen, die sie im Frühjahr in gelbe Farbmeere verwandeln. Narzissen gibt es in unterschiedlichen Farbschattierungen, von Weiß bis Dottergelb, sowie einfache und gefüllte Arten.

Oleander

Der Oleander zählt zur Familie der Hundsgiftgewächse und zur Unterfamilie der Apocynoideae. Oleander sind beliebte Kübelblumen und ideale Pflanzen für den In-und Ourdoorbereich. Die mediterrrane Blume bezaubert durch die zahlreichen Blüten in den Farben Weiß, Gelb und in den verschiedenen Rottönen. Von rosa bis violett. Die Blüten sind immer fünfzählig und der Oleander ist eine immergrüne Pflanze.

Pflanzkorb

Blumentöpfe aus Plastik sind leicht und preiswert. Ton- und Terrakotta-Töpfe passen mit ihrer natürlichen Ausstrahlung in jeden Raum oder auf jeden Balkon. Es gibt sie in Designs für jeden Geschmack. Sie sind porös, bei ihnen fließt das Wasser nicht nur über die Löcher im Boden ab, sondern verdunstet auch über die Gefäßwände.

Quamoclit lobata

Die Sternwinde, wie die Quamoclit lobata auch genannt wird, zählt zu der Familie der Windengewächse. Es handelt sich dabei um eine Schlingpflanze, die von September bis November blüht. Die Staubblätter sind zweimal so lang wie die Krone.

Rosen

Die Rose wird gerne als die Königin der Blumen bezeichnet. Rosen gibt es in allen Farben und Größen. Auch die Verwendung ist sehr vielseitig. Rosen werden gerne als Zimmerpflanzen gehalten, Wildrosen findet man auf Waldlichtungen genauso wie neben Autobahnen. Die Öle der Blüten werden zur Parfümherstellung verwendet, getrocknete Rosenblätter verzierten Torten und Kuchen und in fast allen Tischdekorationen oder Blumenarrangements befinden sich neben den anderen Blumen immer einige Rosen. Bei den Sorten wird zwischen den Edelrosen, den Klettrosen, den Kleinstrauchrosen, den Beetrosen, den Strauchrosen, den Rosenhochstämmen und den Kaskadenrosen unterschieden.
Stecklinge

Die Vermehrung von Blumen durch Stecklinge ist recht einfach und wohl deshalb so beliebt. Damit die Stecklinge rasch Wurzeln bilden, brauchen diese viel Licht, Luftfeuchtigkeit und Wärme.

Tulpen

Im 17. Jahrhundert wurden Tulpenzwiebeln an der Börse um ein Vermögen gehandelt. Einige Zwiebeln waren oft mehr wert als ein Einfamilienhaus. Der Grund für den enormen Wert der Pflanze war, dass sich die Farbschattierungen leicht verändern lassen und zwar mit Hilfe der Viren.

Heute gehören die Tulpen zu den preisgünstigsten Blumen. Man unterscheidet zwei verschiedene Gruppen von Tulpen: Die aus jahrhundertelangen Züchtungen hervorgegangenen edlen Gartentulpen und die einfacheren botanischen Tulpen, die erst in den letzten Jahren aus Wildarten gezüchtet wurden.
Umweltverträglichkeit

Biologischer Schutz statt Pestizide – Chemische Pflanzenschutzmittel schädigen die Organismen im Garten. Nützlinge sind wichtige Helfer im naturnahen Garten. Ein mit Stroh oder Holzwolle gefüllter, kopfüber hängender Blumentopf bietet Ohrwürmern eine ideale Unterkunft.

Veilchen

Die Veilchen zählen zur Familie der Veilchengewächse und die Blüten sind von zwei Hochblättern umgeben. Veilchen findet man in Wäldern, Gärten und auf Wiesen.Charakteristisch ist die bläulich-bis violette Farbe der Blüten. Viola biflora blüht Gelb und wird auch das gelbe Bergveilchen genannt.

Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse. In der Advent-und Weihnachtszeit ist diese Blume, die ursprünglich aus Südamerika stammt, eine der beliebtesten Zimmerpflanzen. Die Hochblätter verfärben sich gelblich bis rötlich.

Yucca filamentosa

Die fädige Palmlilie gehört zur Familie der Spargelgewächse und zur Unterfamilie der Agavengewächse. Die Blütezeit ist im Juni und Juli. Der Blütenstand beginnt weit über den Blättern und kann bis drei Meter hoch werden.

Zyperngras und Zimmerlinde

Aus gesundheitlichen Gründen ist es sinnvoll, gerade in vielfrequentierten Räumen wie Klassenzimmern, Wohnzimmern, Büros und Geschäftsräumen Blumen aufzustellen. Denn viele Pflanzen filtern Schadstoffe aus der Luft und sorgen auch durch die höhere Luftfeuchtigkeit für ein angenehmes Raumklima. Zyperngras und auch die Zimmerlinde geben Feuchtigkeit an die Raumluft ab und sind als natürliche Luftbefeuchter geeignet.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Stefan Matthäus

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