Wald & Wiese

Was blüht in Deutschland?

Deutschland liegt im Herzen Europas und damit in der gemäßigten Klimazone der Erde. Diese Klimazone bringt eine fast unüberschaubar große Zahl unterschiedlicher blühender Wald-und Wiesenpflanzen hervor. Niemand kennt ihre ganz genaue Zahl, Botaniker gehen aber von 2500 bis 2800 einheimischen Arten aus.

Wald & Wiese

Die relativ große Differenz der Zahlen ergibt sich aus der unterschiedlichen Zuordnung bestimmter Pflanzen und Pflanzenfamilien sowie aus der Tatsache, dass in den letzten Jahrzehnten durch Klimawandel und Mobilität der Menschen Pflanzen nach Deutschland „eingewandert“ sind, die eigentlich nicht hier heimisch sind. Deshalb streiten manche Forscher darüber, ob diese Pflanzen in die Statistik einheimischer Wald-und Wiesenpflanzen in Deutschland gehören, oder nicht. Es gibt auch sehr viele verschiedene Möglichkeiten, die in Deutschland vorkommenden Wildpflanzen zu klassifizieren. Das kann nach ihrem Vorkommen geschehen (zum Beispiel Hochgebirgspflanzen, Gebirgspflanzen, Auenpflanzen, Sumpfpflanzen oder Strandpflanzen), nach der Pflanzenfamilie, der sie angehören (zum Beispiel Gräser, Zwiebelpflanzen, Stauden, Heckenpflanzen, Kletterpflanzen etc.) oder der Jahreszeit in der sie blühen (Frühjahrsblüher, Sommerblüher, Herbstblüher und Winterblüher).

Wildblumen

Nehmen wir als Beispiel die Wildblumen. Darunter werden allgemein alle einheimischen Blumen verstanden, die nicht kultiviert werden und als Wald- oder Wiesenblumen in freier Natur wachsen. Allein davon gibt es in Deutschland etwa 800 Arten. Die am stärksten verbreiteten sind in alphabetischer Reihenfolge ihrer deutschen Bezeichnungen:

Arnika, Baldrian, Bibernelle, Breitwegerich, Buschwindröschen, Distel, Flockenblume, Gänseblümchen, Günsel, Hahnenfuß, Huflattich, Johanniskraut, Kamille, Klatschmohn, Klee, Knabenkraut, Kornblume, Leberblümchen, Löwenzahn, Mädesüß, Karthäusernelke, Primel, Salbei, Scharfgabe, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Stiefmütterchen, Storchenschnabel, Trollblume, Veilchen, Vergissmeinicht und Wiesenschaumkraut. Viele der Wildblumenarten sind Heil-und Arzneipflanzen, andere sind essbar, ihre Blüten oder Blätter können als Dekoration verwendet oder als Salat gegessen werden. Andere Wildblumen bezeichnen wir gemeinhin als Unkraut. Hübsch anzusehen sind aber fast alle. Bei allen verschiedenen Sorten unterschieden sich aber natürlich die Blühzeiten.

Wald & Wiese nach Monaten

  • Januar

  • Februar

  • März

  • April

  • Mai

  • Juni

  • Juli

  • August

  • September

  • Oktober

  • November

  • Dezember

Weit weniger auffällig aber trotzdem schön sind blühende Gräser in Wald & Wiese. Auch davon gibt es unzählige Arten. Sehr bekannt sind zum Beispiel der Goldhafer, der Glatthafer, der Wiesenschwingel, das Wiesenrispengras, das Knaulgras und der Wiesen-Fuchsschwanz.

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Wald und Wiese

In Wald und Wiese gibt es aber nicht nur Blumen und Gräser sondern auch blühende Hecken und Bäume. Denken wir nur an die Heckenrose, den Flieder, den Holunder und das Pfaffenhütchen, an Schlehen, Seidelbast, Ginster, an Hartriegel, Berberitze oder Kornelkirsche. Heckenpflanzen blühen in den schönsten Farben, weiß wie Schnee, in leuchtendem Gelb, in rosa, rot oder lila. Sie verzaubern Wiesen- und Wegränder mit ihrer Farbenpracht und ihren Duft. Auch viele Baum-Arten blühen sehr schön. Außer allen Obstbäumen fallen zum Beispiel auch die verschwenderischen Blüten des Mandelbaumes, der Zierkirschen und Zierpflaumen, der Zistrosen, Zierquitten, Elsbeeren, Tamarisken, Kastanien und Robinien ins Auge.

Es gibt darüber hinaus blühende Pflanzen, die ganz spezielle Lebensbereiche haben und sich deshalb auch nur in diesen Gegenden finden. Der Enzian und das Edelweiß gehören zum Beispiel dazu. Beide kommen in Deutschland wild nur in den Alpen vor. Dem gegenüber wachsen andere Pflanzen nur in Küstennähe und auf den deutschen Ostsee-und Nordseeinseln. Ein Beispiel dafür sind die Salzwiesenpflanzen wie zum Beispiel der Strandflieder, die Strandnelke, der Strandbeifuß und die Portulakmelde. Andere wie der Strandhafer, die Strandmiere oder die Sandsegge wachsen nur auf den Sanddünen. Sehr vielfältig und interessant sind auch die Pflanzen, die es nur im Moor und in Feuchtgebieten und Sümpfen gibt. Beispiele dafür sind das Wollgras, die Sumpfbinse, die Moornelke, die Mooraster, die Sumpfgladiole, die Schlangenwurz, die Sumpfporst, die Moosbeere, das Sumpfblutauge, die Sumpfschwertlilie und das Moorglöckchen.

Es blüht aber nicht nur auf Wiesen, in Wäldern, auf Bergen, in Tälern, im Moor und am am Meer sondern auch im Wasser. Auch dort gibt es Blütenpflanzen wie zum Beispiel die Seerose, das Tausendblatt, die Sumpfdotterblume, den Froschlöffel, die Rohrkolben und die Wasserpest.

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Uwe Jahn

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