Was ist eigentlich Wasser?

Das Wasser

Das Wasser ist für uns Menschen überlebenswichtig. Das sollte bislang jedem von uns klar sein, denn schließlich bestehen wir Menschen selbst auch aus zirka 70 Prozent Wasser. Doch das Wasser ist auch voller Rätsel; es fördert immerhin das Entstehen und Erhalten von organischem Leben. Es ist aber auch widerspenstig, wenn es sich den anerkannten physikalischen Regeln unterwerfen soll.

Wasser
Frisches und gesundes Wasser. | Urhebervermerk: © panthermedia.net / Dmitry Fisher

Während sich andere physikalischen Stoffe beim abkühlen zusammen ziehen, breitet sich das Wasser in Form von Eis aus und weist somit auch eine geringere Dichte als das Wasser an sich vor. Nur etwa 2 Prozent der gesamten Wassermasse auf der Erde ist übrigens Süßwasser. Davon sind auch noch drei Viertel in Form von Gletschern und Eis gebunden. Der Rest bleibt uns Menschen als Trinkwasser zur Verfügung oder findet Verwendung in der Industrie oder der Landwirtschaft. Deshalb ist es nützlich sich einmal mit dem Thema Wasser zu beschäftigen und sich dieses Phänomen bewusst ins Gedächtnis zu holen.

Wo kommt das Wasser her und wo fließt es hin?

Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind derzeit soweit, dass vor Milliarden von Jahren etwas entstanden ist, was als „Ursuppe“ bezeichnet wird. Diese bestand aus Wasser und einer Masse von Molekülen. Heutzutage ist die Menge an Wasser auf der Erde relativ konstant. Es verändern sich nur der Reinheitsgrad und der jeweilige Ort. Da das Wasser in der gesamten Umwelt immer in Bewegung ist, entsteht so der Wasserkreislauf. Es Verdunstet und Kondensiert und das in einer endlosen Schleife.

Das Verdunsten ist gleichzusetzen mit einer Reinigung. Das Wasser erhitzt sich aus Flüssen, Seen, Ozeanen und sogar vom Menschen und gerät so von einem flüssigen in einen gasförmigen Zustand. Zurück bleiben alle möglichen Verunreinigungen. Das beste Beispiel ist das angesammelte Salz in zum Beispiel Schweißbändern und Sonnenkappen.

Der gasförmige Wasserdampf kann so in Abhängigkeit vom Wind kilometerweit transportiert werden bis es kondensiert wird. Hierbei kühlt wird der gasförmige Wasserdampf abgekühlt und geht wieder in einen flüssigen Zustand über. Wir erkennen dies als Regen oder Schnee.

Das abfallende Wasser kann sich nun möglicherweise in einem See oder einem Fluss sammeln und wieder zurück ins Meer fließen oder auch im Boden versickern und sich somit als Grundwasser sammeln.

Wasser ist für uns sehr wichtig
Statistik: Benötigtes Wasser bei der Gewinnung oder Herstellung von Lebensmitteln und Konsumgütern (in Liter) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Chemische Eigenschaften von Wasser

Chemisch betrachtet ist Wasser ein polares Molekül, das heißt, der Sauerstoffanteil hat eine höhere Elektronegativität als die Atome im Anteil des Wasserstoffes. Das beschreibt die Fähigkeit eines Atoms die Bindungselektronen anzuziehen und in dem Fall einzunehmen. Nun kommt es zu einer starken intermolekularen Wechselwirkung wenn ein positives Wasserstoff-Atom von einem negativen Sauerstoff-Atom angezogen wird. Dieses Phänomen nennt man in der Chemie eine Wasserstoffbrücke.

Durch die polaren Bindungen der Wassermoleküle und der einhergehenden Wasserstoffbrücken bietet das Wasser nun ein paar außergewöhnliche chemische Eigenschaften auf:

  • Das Wasser hat eine hohe Oberflächenspannung
  • Das Wasser ist bei den üblichen Temperaturen auf der Erde in einem flüssigen Zustand vorhanden
  • Wasser in einem festen Zustand, also Eis, schwimmt auf dem Wasser
  • Das Wasser bietet eine relativ hohe Wärmekapazität
  • Das Wasser hat eine hohe Verdampfungswärme
  • Das Wasser bietet sich als ein hervorragendes Lösungsmittel für viele verschiedene Substanzen an

Gerade durch die Erkenntnis des letzten Punktes wissen wir aber auch, dass Wasser relativ hoch für die Aufnahme von Schadstoffen offen ist. Diese können aus verschiedenen Quellen stammen und werden oft durch uns Menschen verursacht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.